Kontakt / Impressum

    Verein Stadtimpuls
    Teinfaltstraße 9
    1014 Wien

Der Verein Stadtimpuls fördert Projekte und Aktivitäten, die im
großstädtischen Raum Wien neue Impulse setzen und dem urbanen Leben eine künstlerische und kulturelle Umgebung verschaffen.
Es werden grundsätzlich Projekte gefördert, die für das Leben in der Stadt und deren Bewohner neue Akzente und Möglichkeiten eröffnen. Insbesondere die Zusammenarbeit von nicht professionellen Kulturschaffenden mit Künstlern, das gegenseitige Begreifen und Erlernen stehen im Mittelpunkt vieler Projekte. Die Förderung verschiedener Bereiche der Medienkultur, die in Wien inzwischen ein vielfältiges Spektrum aufweist, ist seit Jahren eines der wichtigsten Anliegen des Vereins und, wie wir meinen, auch einer der Erfolgsgeschichten, an denen der Verein Stadtimpuls mitgewirkt hat und mitwirkt.

Der Verein Stadtimpuls hat ganz wesentlich auch die Aufgabe, in einer unbüro­krati­schen Art und Weise Projekten den Start zu er­möglichen. Projekte, die für die Stadt­verwaltung entweder zu "jung" sind oder zu klein, um gesehen, gehört oder gar gefördert zu werden. Daher füllt der Verein Stadtimpuls genau diese Lücke zwischen großen Kulturinstitutionen, Schwerpunktprogrammen und der urbanen All­tags­kultur, dem kulturellen Lebensgefühl abseits von Oper, Musical und Festwochen. Durch diese einzig­artige Position des Vereines ergibt sich Vielzahl von Möglichkeiten.

Durch seine einzigartige Position und der unbüro­kratischen
Handlungsweise hat der Verein das Potential eines kulturellen
Brutkastens für die Stadt zu sein. Experimente können ausprobiert und neue Formen der Kulturarbeit erprobt werden. Für die Stadtverwaltung sind diese Projekte zu "klein" oder noch zu "neu" um auf solche Entwicklungen Rücksicht nehmen zu können. Kulturinitiativen und Projekte müssen erst eine gewisse Halbwertszeit aufweisen, um in den Genuss einer direkten Subvention zu kommen.

Der Verein Stadtimpuls ist nicht eine Organisation, die Förderungen
nach dem Gießkannenprinzip auf Vereine und Initiativen verteilt. Die
Auswahl der Projekte nach Kriterien wie kulturelle Nach­haltig­keit,
das Ziel des größtmöglichen kommuni­kativen Impacts und das Entstehen lebendiger, erfahrbarer Kultur im öffentlichen urbanen Raum liegen den Entscheidungen zu Grunde.

Die Auswahl der geeigneten Projekte zielt daher nicht auf eine
Individual-Förderung eines einzelnen Künstlers ab, sondern auf die
Etab­lierung von Netzwerken oder Platt­formen, die eine größtmögliche Nutzerdichte haben. Der Verein Stadtimpuls kann bei diesen Projekten als Enabler von sozialen Netzen wirken und so den Wirkungs­kreis der öffentlichen Mittel ver­größern, sozusagen kulturelle Umwegrentabilität schaffen.

Dieses "Programm" der Förderung von sozialen Plattformen und dem
Ermöglichen von Netzwerken ist durch den geringen Mittelaufwand und einen größtmöglichen Output gekennzeichnet. Durch den Aufbau von Plattformen kann eine Idee oder ein Botschaft durch Multiplikation auf viele neue Platt­formteilnehmer übertragen werden und es entsteht damit eine eigene soziale Skulptur. Diese soziale Skulptur ist wiederum Träger und Mediator der eigenen Botschaft.

Etablierte Kulturschaffende kennen die Spielregeln, um an die
Fördertöpfe zu gelangen. Durch das enge Beziehungsgeflecht kommen aber häufig immer wieder dieselben Projekte zu den unterschiedlichen Projektförderungen. Dadurch werden auch nicht wirklich neue Projekte oder Ideen gefördert, sondern die kulturelle Landschaft Wiens wird immer von den gleichen Protagonisten gepflegt. Es ist deshalb auch nicht wirklich verwunderlich, dass Wien in hohem Masse immer noch nur für seine Walzer- und Lipizzaner-Wein-Seligkeit international bekannt ist.

Was kann man diesen mächtigen historischen Ikonen der
Unterhaltungsindustrie entgegensetzen? Es gibt immer
Ausnahmeerscheinungen, die abseits von breitgetretenen
Touristenpfaden, aus dem Untergrund heraus neue Nischen für ein
anderes Wienbild in der Öffentlichkeit besetzten. Zu er­wähnen sind
Initiativen wie das Tanzfestival oder die elektronische Musik, die es
im internationalen Vergleich geschafft haben, für Wien ein anders
Verständnis zu erzeugen.

Ziel ist es, mit der Förderung von Projekten, die sich mit anderen
Sichtweisen und anderen Kommuni­­­kations­formen beschäftigen, kurz- und mittel­fristig neue "Wienbilder" entstehen zu lassen, die auch in die unterschiedlichsten Kanäle der Kommunikation von Kultur einsickern und damit nachhaltig eine andere Sichtweise auf Wien er­zeugen können, nicht nur für ein kleines speziali­siertes Publikum, sondern für alle Be­völkerungs­kreise, die an der urbanen Kultur teilnehmen und teilhaben.